Musikleben

Rust-Preis in Dessau

Der Violin-Förderwettbewerb ist eine Initiative der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und fand 2018 zum zehnten Mal statt. 2016 wurde er in „Rust-Preis“ umbenannt. 15 Meistergeigen der Stiftung winken als Gewinn, dazu Geldpreise und Auftrittschancen. Alle Wertungsspiele und das Preisträgerkonzert sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

Rust-Preis 2018 – Mit Talent zur Meistergeige, v. l. n. r.: Paula Borggrefe aus Halle (1. Preis), Leonard Toschev aus Leipzig (1. Preis), Diana Kostadinova aus Leipzig (3. Preis)

 

Angesprochen sind Geigerinnen und Geiger im Alter zwischen 12 und 21 Jahren aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Der Rust-Preis bietet große Chancen, denn jeder gute Musiker braucht ein gutes Instrument. Das gilt besonders für begabte Nachwuchsgeiger. Erst mit einem Instrument, das zu ihnen und ihrem Können passt, wird es möglich, außergewöhnliche Klangfarben zu erzeugen und einen ganz eigenen Ton zu entwickeln. Eine wirklich gute Geige allerdings ist nicht so leicht zu bekommen. Doch beim Rust-Preis können sich die jungen Musiker ihre Meistergeige erspielen und sie mindestens zwei Jahre – bis zum nächsten Wettbewerb – behalten.

Den 1. Preisträger erwartet noch ein zusätzlicher Gewinn: die Chance, als Solist mit der Anhaltischen Philharmonie aufzutreten. Dieser Sonderpreis wird vom Anhaltischen Theater Dessau gestiftet. Hinzu kommen Preisgelder zwischen 250 und 700 Euro.

Alle Instrumente, die beim Wettbewerb vergeben werden, wurden im Auftrag der Stiftung von ostdeutschen Geigenbauern gebaut. So fördert sie gleichzeitig den künstlerischen Nachwuchs und das traditionsreiche Handwerk – eine Kombination, die bundesweit einmalig ist.

Dessau, Altes Theater

 

Der Wettbewerb fand 2018 zum fünften Mal in Kooperation mit dem Anhaltischen Theater und dem Kurt Weill Zentrum in Dessau statt. Die Stiftung setzt damit die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit mit beiden Institutionen fort.

Namensgeber des Wettbewerbs ist Friedrich Wilhelm Rust (geboren 1739 in Wörlitz, gestorben 1796 in Dessau). Er war nicht nur ein hervorragender Geiger und Komponist. Er leitete auch die Hofkapelle, baute sie weiter aus und trug mit seinem Können und seiner Persönlichkeit maßgeblich zur Entwicklung eines wachsenden Musiklebens in Dessau bei. Die Anhaltische Philharmonie, die aus der fürstlichen Hofkapelle hervor­ging, ist ohne ihn und sein Wirken nicht denkbar.

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Rust-Preis der Ostdeutschen Sparkassenstiftung

Ostdeutsche Sparkassenstiftung 2018