Museen & Sammlungen

Reinhard-Keiser-Gedenkstätte in Teuchern

Die Reinhard-Keiser-Gedenkstätte ist ein kleines Musikermuseum, das sich in der Geburtsstadt des vor allen Dingen durch zahlreiche Opernkompositionen bekannt gewordenen Barockkomponisten befindet. In den Achtzigerjahren wurde die Gedenkstätte zunächst im umgebauten ehemaligen Geburtshaus des Komponisten (Markt 9) eingerichtet und im Jahr 1996 komplett neu gestaltet. Bereits zum 300. Geburtstag von Reinhard Keiser im Jahr 1974 war an dem Haus eine Gedenktafel angebracht worden, die sich heute noch links neben der Eingangstür befindet. Im Jahr 2012 zog die Gedenkstätte in die Straße des Friedens 30 in Teuchern um, unterstützt vom Förderkreis „Reinhard-Keiser-Gedenkstätte“ e. V. Teuchern, der sich seit den Siebzigerjahren um die Erbepflege Reinhard Keisers verdient macht.

Die Reinhard-Keiser-Gedenkstätte ist die 8. Station der mitteldeutschen Straße der Musik.

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Mehrfach umgebautes Geburtshaus des Komponisten Reinhard Keiser mit Gedenktafel

Ausstellung

Farbige Bild- und Texttafeln zeichnen in zwei Räumen die Lebensstationen Keisers von seiner Kindheit in Teuchern, den Lehrjahren beim Leipziger Thomanerchor, Opernerfolgen in Braunschweig bis hin bis zu seiner Zeit in Hamburg als Hauptkomponist der berühmten Oper am Gänsemarkt nach.

In einer Vitrine befinden sich Nachbauten historischer Instrumente – auch ein Spinett ist zu sehen. Ebenfalls ausgestellt werden Partituren und Libretti von 16 Opern Keisers sowie Noten, Bücher und Dokumente (Briefe) aus seinem Leben.

Eine Audio-Führung zum Leben des Komponisten mit zahlreichen Musikbeispielen ist nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in Englisch und Französisch zu erhalten.

Audio- und Videobeispiele, z. B. von Opernaufführungen (Keiser schuf etwa 65–70 Opern), eröffnen dem Besucher einen visuellen wie akustischen Einblick in das musikalische Werk Keisers.

Pädagogische Angebote

Die umfangreiche Website des Fördervereins „Reinhard-Keiser-Gedenkstätte“ e. V. gibt neben Informationen zur Gedenkstätte und zu den Vereinsaktivitäten Einblick in Leben und Werk Reinhard Keisers – einmal in einer mit „Kurz & knapp“ überschriebenen Variante, zum anderen für die tiefere Beschäftigung mit dem Komponisten in einer ausführlichen, nach Lebensstationen untergliederten Fassung.

Zudem findet sich auf der Website eine Liste mit über den Verein zu erwerbenden oder ausleihbaren Tonträgern, Videos, Büchern und Noten. 16 Opern­partituren und 12 Libretti liegen zur Einsichtnahme vor, welche ebenfalls auf der Website aufgelistet sind.

Literatur

Klaus-Peter Koch, Reinhard Keiser (1674–1739): Leben und Werk, Förderkreis „Reinhard-Keiser-Gedenkstätte“ e. V. (Hrsg.), Teuchern 2000.

LINK

Förderverein „Reinhard-Keiser-Gedenkstätte“ e. V.

Die Gedenkstätte ist nur nach telefonischer Anmeldung zu besichtigen (Tel.: 03443/335747).

SM 2017