Instrumente

Helbig-Orgel in der Kirche St. Katharinen in Eichstedt (Altmark)

Orgelbauer

Johann Georg Helbig der Jüngere

Orgelgeschichte

Eichstedt_St._Katharinen-01
St. Katharinen-Kirche Eichstedt

 

Die Herren von Eichstedt (heute Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck) gaben im Jahr 1737 gegen eine Vergütung von 500 Reichstalern bei Johann Georg Helbig dem Jüngeren die Orgel in Auftrag. Da der originale Vertrag aus dem 18. Jahrhundert vor einigen Jahren wieder aufgetaucht ist, konnte das durch starken Wurmbefall seit den 1960er-Jahren nicht mehr spielbare Instrument durch das Engagement des Förderkreises St. Katharinenkirche originalgetreu restauriert werden. Im Vertrag finden sich genaue Hinweise zum damals verwendeten Holz sowie zur Disposition. Das „Gehäuß“ sollte „von guten trockenen Dannen Holtz das Schnitzwerck aber von Linden Holtz gemachet“ werden (Website der Stiftung Orgelklang, Link s. u.).

Finanziell unterstützt wurde die Orgelsanierung durch die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) getragene Stiftung Orgelklang und zahlreiche Spenden sowie durch Orgelpfeifen-Patenschaften. Prominenter Pate war Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalts, dessen Großvater das Instrument als Kantor einst selbst gespielt hatte und der auch die Schirmherrschaft über die Orgelsanierung übernommen hat. Seit Mai 2014 erklingt die kulturhistorisch bedeutsame letzte Helbig-Orgel wieder.

Technische Ausstattung

(Die unterstrichenen Begriffe finden sich im Orgelglossar.)

Bei der kleinen Orgel misst laut Originalvertrag „die Höhe 11 fuß und die Breite 9 fuß“ (Stiftung Orgelklang). Ein Fuß als zur damaligen Zeit nicht genau festgelegtes Längenmaß entspricht in etwa einer Fußlänge (ca. 30 cm). Die Orgel hat nur ein Manual und befindet sich auf der Westempore der Katharinenkirche.

Laut der Stiftung Orgelklang gilt die „erhaltene barocke Posaune 16’ mit Zungenregister“ als „besonders wertvoll“.

Kontakt

Förderkreis St. Katharinen-Kirche Eichstedt/Altmark e. V.

Links

Die Eichstedter Helbig-Orgel als „Orgel des Monats“ der Stiftung Orgelklang (2012)

Nach 50 Jahren wieder Orgelklänge zum Lobe Gottes  (Zeitungsartikel zur Einweihung der restaurierten Helbig-Orgel)

Anregungen für den Unterricht

Nehmen Sie Kontakt zum Förderkreis St. Katharinen-Kirche Eichstedt/Altmark e. V. auf, um weitere Informationen zur Eichstedter Helbig-Orgel, insbesondere zur Disposition und zum Original-Vertrag aus dem Jahr 1737, zu erhalten. Vielleicht ist es auf Anfrage möglich, vor Ort einen Eindruck vom Klang des Instrumentes zu bekommen.

Materialien zum Download

Powerpoint-Präsentation

Von der Taste zum Ton (Eine kleine Führung durch die Orgel)

Arbeitsblätter

Blanko-Arbeitsblätter zum Ausfüllen (für Grundschule und ab Sekundarstufe I) für Exkursionen zu regionalen Orgeln im Unterricht (Erstellung von Orgelsteckbriefen) finden sich auf dem Bildungsserver des Landes unter Regionalkultur.

SM 2017